Neues rund um Steuern

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Rechtlicher Hinweis
Die hier vorliegenden Texte sind nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es jedoch notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.
Ausserdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es zu zeitlichen Überschneidungen zwischen den Neuigkeiten im Bereich »Aktuelles« und »monatlicher Newsletter« wegen der sich ständig ändernden Rechtslage kommen kann, d.h. zum Zeitpunkt des Empfangs der E-Mail kann der Inhalt bereits überarbeitet sein.

News 2015

September

Schätzungen sind bei Betriebsprüfungen ein Dauerbrenner. Dabei wenden Prüfer oftmals den Zeitreihenvergleich an, der zu einem erheblichen Mehrergebnis führen kann. Diese Methode ist zwar zulässig, so der Bundesfinanzhof, allerdings nur mit Einschränkungen.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Das im Bundesgesetzblatt verkündete Bürokratieentlastungsgesetz soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen entlasten. Hinzuweisen ist insbesondere auf die erhöhten Schwellenwerte für die Umsatzerlöse und den Gewinn, wodurch mehr Unternehmen als bisher die Einnahmen-Überschussrechnung nutzen können.

??Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber wieder einmal „die rote Karte gezeigt“. Dieses Mal geht es um die sogenannte Ersatzbemessungsgrundlage bei der Grunderwerbsteuer, die zu einer Ungleichbehandlung führt. Der Gesetzgeber ist nun zu einer (rückwirkenden) Neuregelung verpflichtet.

??Zumindest ein Schritt in die richtige Richtung: So können die in Kraft getretenen Erleichterungen bei den Aufzeichnungspflichten nach dem Mindestlohngesetz wohl beurteilt werden.

??Kosten für die Abschiedsfeier eines Arbeitnehmers können Werbungskos- ten sein. Dies gilt zumindest dann, wenn man gewisse Spielregeln einhält.

09/2015

August

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat dem Gesetz zur Anhebung von Grundfreibetrag, Kindergeld & Co. zugestimmt. Beachtlich: Auch der Abbau der kalten Progression ist im Gesetzespaket integriert.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

??Auch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz hat den Bundesrat passiert. Die angehobenen monetären Schwellenwerte für die Größeneinteilung von Kapitalgesellschaften dürfen bereits für das nach dem 31.12.2013 beginnende Geschäftsjahr – also regelmäßig der Jahresabschluss 2014 – angewendet werden.

Die derzeitige Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nicht verfassungsgemäß. Demzufolge muss der Gesetzgeber bis spätestens zum 30.6.2016 nachbessern. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zeigt, womit zukünftig zu rechnen ist.

??Im vergangenen Jahr hat der Bundesfinanzhof die Teilgewinnrealisierung für Architekten und Ingenieure herbeigeführt. Die Finanzverwaltung hat nun mitgeteilt, wie sie diese Rechtsprechung (zeitlich) umsetzen wird.

??Der Wechsel der Umsatzsteuerschuldnerschaft bei Bauleistungen beschäftigt schon wieder die Gerichte. Nun geht es um die Altfälle, in denen der Gesetzgeber den Vertrauensschutz ausgehebelt hat, was für Bauunternehmer ziemlich teuer werden könnte. Doch es besteht Hoffnung, denn aktuell hat ein Unternehmer einen ersten Etappensieg errungen.

08/2015

Juli

Bei der Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen bestanden in letzter Zeit einige Unsicherheiten, da der Bundesfinanzhof den Anwendungsbereich im letzten Jahr durch mehrere Urteile eingeschränkt hatte. Nunmehr hat das Bundesfinanzministerium sein Anwendungsschreiben aktualisiert, die neue Rechtsprechung (weitestgehend) übernommen und weitere Fragen beantwortet.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Ein aktuelles Urteil zeigt, dass Betriebsprüfer bei elektronischen Fahrtenbüchern ganz genau hinschauen. Für die Ordnungsmäßigkeit des Fahrtenbuchs kommt es dabei ganz wesentlich darauf an, dass die erzeugte Datei und die Ausdrucke zweifelsfrei erkennen lassen, wann Daten erfasst wurden und ob sie nachträglich verändert wurden.

Gewährt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein zinsloses oder zinsverbilligtes Darlehen, entsteht grundsätzlich ein geldwerter Vorteil. Das Bundesfinanzministerium hat nun ausführlich dargestellt, wie der Zinsvorteil ermittelt werden kann.

Erhalten Arbeitnehmer bei einem Arbeitsplatzverlust eine Abfindung, kann diese ermäßigt besteuert werden. Dies ist auch dann möglich, wenn neben der Hauptzahlung eine in einem anderen Veranlagungszeitraum zufließende geringe Teilleistung hinzukommt. Die von der Finanzverwaltung auf fünf Prozent festgesetzte Geringfügigkeitsgrenze lehnte das Finanzgericht Baden-Württemberg jetzt aber ab.

07/2015

Juni

Der Bundesfinanzhof hat aktuell die Geltendmachung von Verlustvorträgen in zurückliegenden Jahren vereinfacht. Hiervon dürften insbesondere Steuerpflichtige profitieren, die sich in einer Ausbildung befinden oder ihre Ausbildung vor Kurzem abgeschlossen haben.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Wird ein privates Grundstück innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb veräußert, unterliegt der Veräußerungsgewinn der Einkommensbesteuerung. Dies gilt auch dann, wenn eine im Kaufvertrag vorgesehene aufschiebende Bedingung erst nach Ablauf der 10-Jahresfrist eingetreten ist.

Verwenden Einzelhändler eine PC-Kasse, die detaillierte Informationen zu den einzelnen Barverkäufen dauerhaft speichert, kann der Betriebsprüfer auch auf die Kasseneinzeldaten zugreifen. Auf die Unzumutbarkeit der Aufzeichnungsverpflichtung kann man sich dann nämlich nicht mehr berufen, so der Bundesfinanzhof.

Potenzielle Vermieter sollten wissen, dass die Zweifel an der Einkünfteerzielungsabsicht umso größer werden, je länger die Zeitspanne zwischen dem Beginn des Werbungskostenabzugs und der Einnahmenerzielung andauert. Um vorweggenommene Werbungskosten abziehen zu können, ist also Beweisvorsorge oberstes Gebot.

Der Höchstbetrag von 1.250 EUR wird auch bei mehreren häuslichen Arbeitszimmern nur einmal gewährt. Hier besteht allerdings noch Hoffnung, da das Finanzgericht die Revision zugelassen hat.

06/2015

Mai

Durch die neuen GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) ergibt sich bei vielen Unternehmen Änderungs- und Anpassungsbedarf. Ein Nichtbeachten der GoBD kann nämlich bei Betriebsprüfungen zu erheblichen Problemen führen. Im Extremfall ist sogar eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen möglich.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Entgegen sonstigen Gepflogenheiten ist der Steuergesetzgeber in diesem Jahr bereits in der ersten Jahreshälfte recht aktiv. So hat die Bundesregierung aktuell einen Entwurf vorlegt, wonach der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag sowie das Kindergeld angehoben werden sollen. Auch das „Jahressteuergesetz 2016“ steht schon in den Startlöchern. Hier ist insbesondere auf die Abschaffung der Funktionsbenennung beim Investitionsabzugsbetrag hinzuweisen.

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist die Abgeltungsteuer bei Kapitalerträgen aus Darlehen zwischen Ehegatten ausgeschlossen, wenn eine finanzielle Beherrschung vorliegt. In diesen Fällen ist also der (ggf. höhere) persönliche Steuersatz anzuwenden.

Nach Ansicht des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine Einzelperson, die ernsthaft die Absicht hat, eine Ein-Mann-Kapitalgesellschaft zu gründen, bereits vor Gründung der Gesellschaft zum Vorsteuerabzug berechtigt. Ob der Bundesfinanzhof diese Entscheidung in der Revision allerdings bestätigen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

05/2015

April

Bei der Frage, welche Leistungen als Handwerkerleistungen oder als haushaltsnahe Dienstleistungen begünstigt sind, kassiert die Finanzverwaltung derzeit eine Niederlage nach der anderen. Erst kürzlich hatte der Bundes­finanzhof Aufwendungen für eine Dichtheitsprüfung der privaten Abwasserleitung als steuerermäßigende Handwerkerleistung zugelassen. Nunmehr hat das Finanzgericht Düsseldorf nachgelegt und Tierbetreuungskosten als Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Beträgt die Miete mindestens 66 % des ortsüblichen Niveaus, steht Vermietern der volle Werbungskostenabzug zu. In einer umfangreichen Verfügung hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt nun dargestellt, wie die ortsübliche Vergleichsmiete bei der verbilligten Vermietung an Angehörige zu ermitteln ist.

Für vermögensverwaltend oder selbstständig tätige Personengesellschaften ist es wichtig zu wissen, dass der Bundesfinanzhof die Bagatellgrenze für die Abfärbewirkung von geringfügigen gewerblichen Einkünften endlich klar definiert hat.

Die Behandlung der vom Arbeitgeber während einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit zur Verfügung gestellten Mahlzeiten wurde durch die Reisekostenreform neu geregelt. Jüngst hat das Bundesfinanzministerium klargestellt, dass hierunter auch die Mahlzeiten im Flugzeug, Zug oder auf einem Schiff gehören.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

04/2015

März

Durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz sollen die Schwellenwerte für die Größeneinteilung von Kapitalgesellschaften angehoben werden. Es wird geschätzt, dass dadurch rund 7.000 mittelgroße Kapitalgesellschaften als klein einzustufen sein werden und damit Erleichterungen bei der Rechnungslegung nutzen können. Nach dem vorgesehenen Wahlrecht sollen die neuen Schwellenwerte bereits für den Jahresabschluss 2014 genutzt werden können.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Aufwendungen für eine Dichtheitsprüfung der privaten Abwasserleitung können als steuerermäßigende Handwerkerleistung beansprucht werden. Mit dieser Entscheidung hat der Bundesfinanzhof der Handhabung der Finanzverwaltung widersprochen.

Bereits seit 2014 gelten bei der Abziehbarkeit von Reisekosten neue Spielregeln. Unternehmer sollten beachten, dass das Bundesfinanzministerium nun in einem ausführlichen Schreiben insbesondere zur Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte Stellung genommen hat.

Bei einer doppelten Haushaltsführung sind Verpflegungsmehraufwendungen selbst dann als Werbungskosten zu berücksichtigen, wenn der Steuerpflichtige seinen Haupthausstand vom Beschäftigungsort wegverlegt und durch Umwidmung seiner bisherigen Hauptwohnung einen Zweithaushalt am Beschäftigungsort errichtet. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs wird die Dauer des vorangegangenen Aufenthalts am Beschäftigungsort nicht auf die Dreimonatsfrist angerechnet.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

03/2015

Februar

Damit hatte keiner so richtig gerechnet. Trotz zuvor geäußerter Bedenken hat der Bundesrat dem „Jahressteuergesetz 2015“ in seiner letzten Sitzung am 19.12.2014 zugestimmt. Grund genug, in dieser Ausgabe wichtige einkommensteuerliche Neuerungen vorzustellen.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Die strafbefreiende Selbstanzeige bei einer Steuerhinterziehung bleibt erhalten. Die Voraussetzungen wurden aber durch eine gesetzliche Neuregelung ab dem 1.1.2015 verschärft.

Die Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nicht in jeder Hinsicht mit der Verfassung vereinbar. Zu diesem Schluss kam das Bundesverfassungsgericht und hat dem Gesetzgeber eine Frist bis zum 30.6.2016 eingeräumt, um eine Neuregelung zu treffen.

Nach Meinung des Bundesfinanzhofs sind die Vorschriften über die Einheitsbewertung des Grundvermögens (spätestens) seit dem Feststellungszeitpunkt 1.1.2009 verfassungswidrig. Ob das Bundesverfassungsgericht diese Ansicht teilen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

02/2015

Januar

Sind Berufsausbildungskosten als Werbungskosten abzugsfähig? Der Bundesfinanzhof meint schon und hat deshalb das Bundesverfassungsgericht aufgerufen, zu klären, ob die anderslautende gesetzliche Regelung verfassungswidrig ist.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz sind Prozesskosten für die Ehescheidung selbst auch nach der restriktiven Neuregelung durch den Gesetzgeber als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen.

Erfolgt die Rechnungserstellung durch den Leistungsempfänger, definiert das Umsatzsteuergesetz diesen Vorgang als Gutschrift. Dabei ist zu beachten, dass der Empfänger einer Gutschrift die zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer auch dann schuldet, wenn er Kleinunternehmer ist. Dies gilt zumindest in den Fällen, in denen er der Gutschrift durch Unterzeichnung und Rücksendung offensichtlich zugestimmt hat.

Mit der Anhebung der Entgeltgrenze bei Minijobs erfolgten gleichzeitig wichtige Bestandsschutzregelungen. Da diese zum 31.12.2014 auslaufen, kann sich Handlungsbedarf ergeben.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

01/2015

News 2014

Dezember

Bei Betriebsaufspaltungen sind notleidende Gesellschafterdarlehen keine Seltenheit. Nunmehr plant der Gesetzgeber eine Regelung, wonach etwaige Wertminderungen dem Teilabzugsverbot unterliegen. Da die Änderungen erst ab 2015 wirken sollen, kann man in diesem Jahr noch geeignete Maßnahmen ergreifen.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Wer beabsichtigt, in Nordrhein-Westfalen zeitnah eine Immobilie zu erwerben, sollte den Kauf gegebenenfalls noch in 2014 durchführen. Ab nächstem Jahr soll die Grunderwerbsteuer nämlich um 1,5 % auf 6,5 % erhöht werden.

Der Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich bis zum Abschluss eines dualen Studiums. Da es sich um eine einheitliche Erstausbildung handelt, ist es unschädlich, wenn das Kind nach Abschluss seiner Lehre neben dem Studium mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

Für Kapitalanleger ist es sicherlich von Interesse, dass rund 50 Staaten eine Vereinbarung zum automatischen steuerlichen Informationsaustausch unterzeichnet haben. Hierdurch wird es für die Finanzbehörden künftig einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten.

GmbH-Gesellschafter sollten wissen, dass nachträgliche Schuldzinsen für die Anschaffung einer wesentlichen Beteiligung seit Einführung der Abgeltungsteuer nicht mehr als Werbungskosten abziehbar sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

11/2014

Oktober

Mit der Abgeltungsteuer sollte alles viel einfacher werden. Ob dieses Ziel erreicht wurde, muss angesichts der vielen finanzgerichtlichen Verfahren bezweifelt werden. Aktuell hat der Bundesfinanzhof z.B. entschieden, dass der Abgeltungsteuersatz von 25 % auch bei Darlehen zwischen Angehörigen möglich ist. Damit widerspricht er der Ansicht der Finanzverwaltung, die hier bis dato den persönlichen Steuersatz angewendet hat.

Darüber hinaus ist insbesondere auf folgende Neuerungen hinzuweisen:
??Unter gewissen Voraussetzungen können Familienheime vererbt werden, ohne dass Erbschaftsteuer anfällt. Aktuell hat der Bundesfinanzhof jedoch klargestellt, dass die Steuerbefreiung nur dann gilt, wenn auch wirklich das Eigentum übergeht. Ein Wohnrecht an dem Familienheim reicht nicht aus.

??Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung wird auch im Jahr 2015 bei 5,2 % liegen. Dass keine erneute Erhöhung notwendig wird, liegt wohl vor allem daran, dass die Deutsche Rentenversicherung ihre Prüftätigkeit massiv ausweiten wird.

??Bei der Rechnungslegung werden sich künftig einige Änderungen ergeben. Der auf EU-Vorgaben basierende Entwurf des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes sieht u.a. höhere monetäre Grenzwerte für die Größenklassen vor. Somit dürften künftig mehr Unternehmen von den Erleichterungen für kleine Gesellschaften profitieren.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

10/2014

September

Vor der parlamentarischen Sommerpause konnten einige praxisrelevante Gesetzesvorhaben abgeschlossen werden. Hinzuweisen ist insbesondere auf das sogenannte Kroatiengesetz, das für Umsatzsteuerzahler mitunter neue Spielregeln bereithält.

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, dass sie den geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung eines Firmenwagens nur dann nach der Fahrtenbuchmethode ermitteln dürfen, wenn das Fahrtenbuch durchgängig für das ganze Kalenderjahr geführt wird.

Arbeitnehmer sollten beachten, dass auch außergewöhnliche Kosten, wie die Kosten einer Falschbetankung, durch die Entfernungspauschale abgegolten sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

09/2014

August

Der Bundesfinanzhof hat aktuell zwei steuerzahlerfreundliche Entscheidungen zu haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen getroffen. Demzufolge kann eine Steuerermäßigung u. a. für den Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen sowie für Aufwendungen für einen Hausanschluss in Betracht kommen.

Umsatzsteuerzahler sollten bei der Vorsteueraufteilung von gemischt genutzten Gebäuden beachten, dass der Flächenschlüssel in der Regel eine präzisere Aufteilung ermöglicht als der Umsatzschlüssel. Letztgenannter kann jedoch anwendbar sein, wenn die Ausstattung der Räumlichkeiten erhebliche Unterschiede aufweist.

Arbeitnehmer dürfte interessieren, dass der Bundesfinanzhof zur Frage der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer bei einem Poolarbeitsplatz und einem Telearbeitsplatz umfassend Stellung bezogen hat.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

08/2014

Juli

Kapitalanleger dürfte interessieren, dass beim Bundesfinanzhof einige Verfahren zur Abgeltungsteuer anhängig sind. Dabei geht es u.a. um die Frage, ob Zinserträge aus Ehegattendarlehen der 25 %igen Abgeltungsteuer unterliegen oder mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern sind.

Für Vermieter ist es sicherlich interessant zu wissen, dass der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung zum nachträglichen Schuldzinsenabzug bei der Veräußerung einer fremdfinanzierten Mietimmobilie erweitert hat. Danach kommt es nicht darauf an, ob die Veräußerung innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist erfolgte.

Umsatzsteuerzahler sollten beachten, dass steuerpflichtige Versteigerungen über eBay, die von mehreren Personen unter Verwendung eines gemeinsamen Pseudonyms (Nickname) ausgeführt werden, im Regelfall allein von demjenigen zu versteuern sind, der gegenüber eBay als Inhaber des Nutzerkontos aufgetreten ist.

Eltern sollten wissen, dass ihnen für ein Kind, das ein duales Studiums absolviert, Kindergeld bis zum Abschluss des Studiums zusteht. Diese Ansicht vertritt zumindest das Finanzgericht Münster.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

07/2014

Juni

Kapitalanleger dürfte interessieren, dass beim Bundesfinanzhof ein Musterverfahren anhängig ist, in dem es im Kern um die Frage geht, ob Privatpersonen Kosten steuerlich absetzen können, die im Zusammenhang mit ihrer Vermögensanlage entstehen.

Für Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften ist es wichtig zu wissen, dass der Bundesfinanzhof in mehreren Urteilen Stellung zur steuerlichen Anerkennung von Pensionszusagen bezogen hat. Dabei geht es u.a. um die sogenannte Erdienbarkeit und Fallstricke beim gleichzeitigen Bezug von Rente und Gehalt.

Umsatzsteuerzahler sollten beachten, dass der Vorsteuerabzug eine eindeutige Leistungsbeschreibung voraussetzt. Wird zur Identifizierung der Leistung in der Rechnung auf andere Geschäftsunterlagen verwiesen, ist dies aber auch dann ausreichend, wenn diese Unterlagen der Rechnung nicht beigefügt sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

06/2014

Mai

An der "steuerlichen Gesetzgebungsfront" ist wieder Bewegung. Hinzuweisen ist insbesondere auf das Steuervereinfachungsgesetz 2013, das wegen der Neuwahl des Bundestages im letzten Jahr nicht abgeschlossen werden konnte und nunmehr erneut auf der Tagesordnung steht.

Umsatzsteuerzahler dürfte interessieren, dass sich die Finanzverwaltung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs angeschlossen hat, wonach Bauträger grundsätzlich nicht als Steuerschuldner in Betracht kommen, weil sie keine Bauleistung erbringen, sondern bebaute Grundstücke liefern. Die praxisrelevanten Auswirkungen der neuen Sichtweise haben wir für Sie zusammengestellt.

Minijob-Arbeitgeber sollten beachten, dass sie der Einzugsstelle eine etwaige Befreiung von der Rentenversicherungspflicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang des Antrags des Arbeitnehmers mitteilen müssen. Bis zum 30.6.2014 akzeptiert es die Minijob-Zentrale aber auch, wenn die Meldung nicht erfolgt.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

05/2014

April

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind anteilig als Werbungskosten absetzbar, wenn das Arbeitszimmer teilweise privat und teilweise beruflich genutzt wird. Diese Ansicht vertritt zumindest der 9. Senat des Bundesfinanzhofs. Endgültig entschieden ist diese praxisrelevante Frage jedoch noch nicht, der Streitfall liegt nämlich nun beim Großen Senat des Bundesfinanzhofs.

Eltern von volljährigen Kindern sollten wissen, dass sie seit 2012 auch dann Kindergeld beanspruchen können, wenn ihr Kind mit einem gut verdienenden Partner verheiratet ist.

Umsatzsteuerzahler mussten bis dato Umsatzsteuer für Sicherungseinbehalte an das Finanzamt abführen, obwohl sie diese vom Kunden erst nach mehreren Jahren erhalten. Diesen Liquiditätsnachteil hat der Bundesfinanzhof nun ausgehebelt.

Arbeitgeber dürfte sicherlich interessieren, dass sie nicht verpflichtet sind, ihre Arbeitnehmer von sich aus auf den Anspruch auf Entgeltumwandlung hinzuweisen.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

04/2014

März

Das Bundesfinanzministerium hat sein Anwendungsschreiben zur Steuerermäßigung bei haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen aktualisiert. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie zusammengestellt.

Absolviert ein volljähriges Kind eine Zweitausbildung, ist der Kindergeldanspruch grundsätzlich verloren, wenn es daneben eine Erwerbstätigkeit mit einer Wochenarbeitszeit von über 20 Stunden ausübt. Ein aktuelles Urteil zeigt, dass schon eine Überschreitung von nur drei Minuten zum Wegfall des Kindergelds führen kann. 

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, dass der Bundesfinanzhof hinsichtlich des Pauschalierungs-Wahlrechts bei Sachzuwendungen an Arbeitnehmer und Geschäftsfreunde einige Zweifelsfragen beantwortet hat. 

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

03/2014

Februar

Alle Steuerzahler sollten beachten, dass Aufwendungen für ein Erststudium nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs lediglich Sonderausgaben darstellen. Ein Abzug als (vorweggenommene) Betriebsausgaben scheidet somit aus.

Für Kapitalanleger ist es wichtig zu wissen, dass es künftig nicht mehr erforderlich ist, einen Antrag auf Einbehalt von Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge zu stellen. Der Einbehalt und die Weiterleitung an die steuererhebende Religionsgemeinschaft erfolgen dann nämlich automatisch.

Für Gesellschafter von Kapitalgesellschaften ist es interessant zu wissen, dass eine verdeckte Gewinnausschüttung keine freigebige Zuwendung darstellt und somit keine Schenkungsteuer auslöst.

Freiberufler und Gewerbetreibende dürfte interessieren, dass bei der Prüfung der Fremdüblichkeit von zwischen nahen Angehörigen vereinbarten Vertragsbedingungen großzügigere Maßstäbe anzulegen sind, wenn der Vertragsschluss unmittelbar durch die Erzielung von Einkünften veranlasst ist.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

02/2014

News 2013

Dezember

Der steuermindernde Investitionsabzugsbetrag ist ein Gestaltungsmittel, das recht konfliktanfällig ist, wie die umfangreiche Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zeigt. Aktuell hat die Finanzverwaltung ihr Anwendungsschreiben aus dem Jahr 2009 überarbeitet und dabei auch einige steuerzahlerfreundliche Entscheidungen des Bundesfinanzhofs umgesetzt.

Umsatzsteuerzahler dürfte interessieren, dass der Bundesfinanzhof die Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen eingeschränkt hat. Danach sind z.B. Bauträger für die von ihnen in Auftrag gegebenen Bauleistungen nicht mehr Schuldner der Umsatzsteuer.

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, dass die Ein-Prozent-Regelung für die private Pkw-Nutzung für jedes dem Arbeitnehmer überlassene Fahrzeug greift. Hiermit stellt sich der Bundesfinanzhof gegen eine günstige Billigkeitsregelung der Verwaltung.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

01/2014

November

Bei Arbeitsverhältnissen mit nahen Angehörigen schauen die Betriebsprüfer ganz genau hin, ob die Aufwendungen steuerlich anzuerkennen sind. Der Bundesfinanzhof hat nun die Maßstäbe präzisiert, die für den steuermindernden Abzug als Betriebsausgaben gelten.

Für Umsatzsteuerzahler ist es wichtig zu wissen, dass das Bundesfinanzministerium den Formalismus bei den neuen Rechnungsanforderungen begrenzt hat. Insbesondere bei der Begriffsverwendung "Gutschrift" wurden neben einer Übergangsregelung praxisrelevante Vereinfachungen geschaffen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfte interessieren, dass der Bundesfinanzhof hinsichtlich der Berechnung der 110 EUR-Freigrenze bei Betriebsveranstaltungen aktuell zwei steuerzahlerfreundliche Entscheidungen getroffen hat, die neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

12/2013

Oktober

Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft sollten bei der Abfassung einer Tantiemevereinbarung beachten, dass unbestimmte Regelungen zur Kürzung des Tantiemeanspruchs zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führen können.

Für Umsatzsteuerzahler mit steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen ist es wichtig zu wissen, dass die neuen Nachweispflichten erst ab 1.1.2014 verbindlich sind. Eine Nichtbeanstandungsregelung des Bundesfinanzministeriums sorgt insoweit für einen dreimonatigen Aufschub.

Arbeitgeber dürfte interessieren, dass die Finanzverwaltung in einem ausführlichen Schreiben erläutert, wie die ab 2014 geltenden Neuregelungen zum steuerlichen Reisekostenrecht umzusetzen sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

11/2013

September

Vermieter von Ferienwohnungen sollten beachten, dass eine Überschussprognose selbst bei einer nur geplanten Eigennutzung vorzunehmen ist. Somit kann es gegebenenfalls ratsam sein, sich keine Selbstnutzung vorzubehalten und am Ferienort eine fremde Wohnung anzumieten.

Freiberufler und Gewerbetreibende dürfte sicherlich ein steuerzahlerfreundliches Urteil zum Zinslauf beim Investitionsabzugsbetrag interessieren. Gibt der Unternehmer seine Investitionsabsicht auf, führt dies regelmäßig zu einer Steuernachforderung, die aber zumindest in Altfällen nicht zu verzinsen ist.

Für Leasinggeber bestand bis dato das Problem, dass sie nach der Verwaltungsansicht Umsatzsteuer auf den Minderwertausgleich abführen mussten, die sie aber zivilrechtlich kaum erfolgreich einfordern bzw. einklagen konnten. Dies dürfte sich nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs nun aber erledigt haben. Die Richter entschieden nämlich, dass Zahlungen für den Minderwertausgleich nicht der Umsatzsteuer unterliegen.

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, dass ledige Auszubildende, die im Jahr 2013 eine Ausbildung als erstes Dienstverhältnis beginnen, keine Lohnsteuerkarte bzw. eine Ersatzbescheinigung vorlegen müssen.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

10/2013

August

Mit einer aktuellen Entscheidung hat der Bundesfinanzhof den Abzug von Ausbildungskosten als Werbungskosten erleichtert. Nach dem Urteil setzt der Begriff "erstmalige Berufsausbildung" nämlich keine bestimmte Ausbildungsdauer voraus.

Gesellschafter und Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften dürfte interessieren, dass die von einer GmbH gezahlten Prämien für eine Betriebsunterbrechungsversicherung, die das Erkrankungsrisiko der Geschäftsführer abdecken soll, Betriebsausgaben darstellen und nicht als verdeckte Gewinnausschüttungen zu qualifizieren sind. Gegen diese steuerzahlerfreundliche Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist allerdings bereits die Revision beim Bundesfinanzhof anhängig.

Arbeitgeber, die einen Firmenwagen auch zur Privatnutzung überlassen, sollten die neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs beachten. Wird der geldwerte Vorteil nach der Ein-Prozent-Regelung ermittelt, ist es nunmehr unerheblich, ob der Arbeitnehmer den Firmenwagen tatsächlich privat genutzt hat.

Arbeitnehmer mit einer doppelten Haushaltsführung sollten wissen, dass die Entfernungspauschale für eine wöchentliche Familienheimfahrt auch dann in Anspruch genommen werden kann, wenn für die Fahrt keine Kosten entstanden sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

09/2013

Juli

Nach monatelangen Verhandlungen haben Bund und Länder ihren Streit über Steueränderungen beigelegt und sich auf einen umfassenden Kompromiss verständigt. In dem nun im Bundesgesetzblatt verkündeten Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz sind weite Teile des letztlich gescheiterten Jahressteuergesetzes 2013 enthalten. Grund genug, um einige praxisrelevante Punkte vorzustellen.

Freiberufler und Gewerbetreibende dürfte sicherlich interessieren, dass der steuermindernde Investitionsabzugsbetrag nach Auffassung des Finanzgerichts Niedersachsen in einem nachfolgenden Wirtschaftsjahr erhöht werden kann. Sollte der Bundesfinanzhof die Ansicht der Vorinstanz bestätigen, würde dieses Gestaltungsmittel wieder an Attraktivität gewinnen.

Arbeitgeber können einige Gehaltsbestandteile steuer- und sozialabgabenfrei zuwenden, wenn die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht wird. Zu dem Tatbestandsmerkmal "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" hat der Bundesfinanzhof in 2012 eine recht restriktive Meinung vertreten, die die Finanzverwaltung aber - erfreulicherweise - nicht übernimmt.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

08/2013

Juni

Die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale beschränkt sich nur auf gewöhnliche, laufende Kfz-Kosten, sodass daneben auch außergewöhnliche Wegekosten als Werbungskosten abzugsfähig sind. Bislang steht das Finanzgericht Niedersachsen mit dieser Meinung allerdings ziemlich alleine da, sodass bezweifelt werden muss, ob der Bundesfinanzhof diese steuerzahlerfreundliche Entscheidung in der Revision bestätigen wird.

Freiberufler und Gewerbetreibende, die an einer auswärtigen Tätigkeitsstätte längerfristig tätig werden, können Verpflegungsmehraufwand nur für die ersten drei Monate geltend machen. Erst nach einer Unterbrechung der Auswärtstätigkeit von mindestens 4 Wochen beginnt eine neue Dreimonatsfrist. Kurzfristige Unterbrechungen sind nach Ansicht des Bundesfinanzhofs somit unerheblich.

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, wie Zuzahlungen von Arbeitnehmern für die Privatnutzung ihres Firmenwagens lohnsteuerlich zu behandeln sind. Hilfestellung bietet hier ein aktuelles Schreiben des Bundesfinanzministeriums, das zum Teil verschärfende Regelungen enthält.

Ab Februar 2014 löst die SEPA-Überweisung das nationale Überweisungsverfahren in den Euro-Ländern endgültig ab. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat auf seiner Homepage auf eine Checkliste hingewiesen, die Unternehmen und Vereine bei der Umstellung unterstützen soll.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

07/2013

Mai

In Deutschland wird rund jede dritte Ehe geschieden. Ob die mit der Ehescheidung zusammenhängenden Gerichts- und Anwaltskosten in vollem Umfang als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen sind, wird bald der Bundesfinanzhof entscheiden müssen. Gegen die steuerzahlerfreundliche Entscheidung der Vorinstanz hat die Finanzverwaltung nämlich Revision eingelegt.

Für Umsatzsteuerzahler hat die Abgrenzung zwischen der mit 7 % ermäßigt besteuerten Speisenlieferung und der mit 19 % regelbesteuerten Restaurationsleistung oftmals erhebliche finanzielle Auswirkungen. Zu diesem streitanfälligen Praxisthema hat das Bundesfinanzministerium nun endlich ein umfangreiches Schreiben veröffentlicht.

Erwachsene Kinder, die zusammen mit ihren Eltern in einem gemeinsamen Haushalt wohnen, können die Aufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung als Werbungskosten geltend machen, wenn ihnen die Zweitwohnung am Beschäftigungsort lediglich als Schlafstätte dient.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

06/2013

April

Umsatzsteuerzahler mit steuerfreien EU-Lieferungen sollten beachten, dass die neuen Nachweisregeln (Stichwort Gelangensbestätigung) mit einer Übergangsfrist zum 1.10.2013 in Kraft treten. Die verbleibende Zeit sollte genutzt werden, um sich mit den neuen Spielregeln zu beschäftigen.

Für Arbeitgeber ist es sicherlich interessant zu wissen, dass der Bundesfinanzhof die lohnsteuerliche 110 EUR-Freigrenze bei Betriebsveranstaltungen jedenfalls für das Jahr 2007 noch für angemessen hält. Nach Ansicht der Richter sollte die Finanzverwaltung jedoch "alsbald" erwägen, den Höchstbetrag auf der Grundlage von Erfahrungswissen neu zu bemessen.

Arbeitnehmer dürfte interessieren, dass Aufwendungen für einen separat angemieteten Pkw-Stellplatz im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung Werbungskosten sein können.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

05/2013

März

Der Bundesrat hat der Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeit zugestimmt. Damit wird die Übungsleiterpauschale rückwirkend zum 1.1.2013 um 300 EUR auf 2.400 EUR angehoben. Auch die Ehrenamtspauschale wird von 500 EUR auf 720 EUR erhöht.

Für Geschäftsführer von Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) ist es wichtig zu wissen, dass sie neben der Gesellschaft persönlich haften, wenn sie ein Rechtsgeschäft mit dem unrichtigen Rechtsformzusatz "GmbH" abschließen.

Arbeitgeber sollten beachten, dass bei Job-Tickets der geldwerte Vorteil bereits mit der Ausgabe der Jahreskarte entsteht. Da somit keine Umlage auf die einzelnen Monate erfolgt, kommt die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR regelmäßig nicht zum Zuge.

Arbeitnehmer dürfte sicherlich ein Urteil interessieren, wonach der Verpflegungsmehraufwand innerhalb der ersten drei Monate der doppelten Haushaltsführung auch dann als Werbungskosten zu berücksichtigen ist, wenn der Steuerpflichtige seinen Haupthausstand vom Beschäftigungsort wegverlegt und durch Umwidmung seiner bisherigen Hauptwohnung einen Zweithaushalt am Beschäftigungsort errichtet.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

04/2013

Februar

Der Bundesrat hat Anfang Februar einigen Steuerrechtsänderungen zugestimmt. Damit ist zum einen ein höherer Grundfreibetrag in trockenen Tüchern, zum anderen kann das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts in Kraft treten.

Kapitalanleger, die noch über Altverluste aus Wertpapiergeschäften vor Einführung der Abgeltungsteuer verfügen, sollten den Verkauf von Wertpapieren bis Ende 2013 in Erwägung ziehen. Die Altverluste können nämlich grundsätzlich nur noch mit im Laufe dieses Jahres erzielten Veräußerungsgewinnen verrechnet werden.

Freiberufler und Gewerbetreibende dürfte sicherlich interessieren, dass der Anscheinsbeweis, der für eine private (steuerpflichtige) Nutzung betrieblicher Pkw spricht, entkräftet werden kann, wenn für private Fahrten andere Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die dem betrieblichen Pkw in Status und Gebrauchswert vergleichbar sind.

Für Eltern ist es wichtig zu wissen, dass auch für ein volljähriges verheiratetes Kind, das sich in einer erstmaligen Berufsausbildung befindet, Anspruch auf Kindergeld besteht. Dabei kommt es weder auf die Höhe der Einkünfte und Bezüge des Kindes noch auf das Einkommen des Ehegatten an.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

03/2013

News 2012

November

Seit Jahren wird eine umfassende Reform des steuerlichen Reisekostenrechts gefordert. Nun hat das Kabinett einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der Vereinfachungen, aber auch einige Verschärfungen vorsieht. Im Falle der Zustimmung durch den Bundesrat bleibt rund ein Jahr Zeit für die Umsetzung, da die Reform erst ab 2014 zur Anwendung kommen soll.

Nachdem die Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale bereits mehrfach verschoben worden ist, soll das neue Verfahren nun mit Wirkung zum 1.1.2013 an den Start gehen - allerdings mit einer einjährigen Einführungsphase. Dies geht aus einem aktuellen Entwurfsschreiben des Bundesfinanzministeriums hervor.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfte darüber hinaus ein Gesetzentwurf interessieren, wonach die Entgeltgrenze bei Minijobbern ab 2013 von bisher 400 auf 450 EUR angehoben werden soll.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

11/2012

Dezember

Der Bundesfinanzhof hält das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz für verfassungswidrig und hat das Bundesverfassungsgericht zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit aufgefordert. Wesentlicher Grund sei eine Überprivilegierung des Betriebsvermögens, die weit über das Gebotene und Zulässige hinausgehe.

Alle Steuerzahler dürfte darüber hinaus interessieren, dass der Begriff der Kinderbetreuung nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs weit zu fassen ist. Die Folge: Aufwendungen für die Unterbringung in einem zweisprachig geführten Kindergarten sind grundsätzlich als Kinderbetreuungskosten abziehbar.

Umsatzsteuerzahler mit steuerfreien EU-Lieferungen dürften sich sicherlich freuen, dass die Finanzverwaltung bei den neuen Nachweisvorschriften offensichtlich etwas zurückrudert. Beispielsweise soll die vielfach kritisierte Gelangensbestätigung nur noch eine Nachweisoption sein, sodass alternative Nachweise gleichberechtigt möglich sind.

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis entnehmen können.

12/2012